Wismar(Korrespondenz):
Arbeitslosen- und Tagelöhnerkinder wollen mehr Taschengeld
Wie am Montag zuvor, so fanden sich auch heute wieder die beiden Aktivisten unter ihrem Transparent "Montagsdemo Wismar gegen Sozialabbau - weg mit Hartz IV!" ein. Allerdings gesellte sich gegen Ende der Demo ein halbes Dutzend Kinder zu den Aktivisten und gab Anlass zur Diskussion. Sie hätten gern mehr Taschengeld in den Händen, gestanden sie offen ein. Entsprechend wurden sie aufgefordert, sich eigene Transparente anzufertigen und mitzumachen bei den kommenden Demonstrationen, weil "Weg mit Hartz IV!" auf dem Transparent nicht dafür steht, die armen Eltern um ihr letztes Geld zu bringen, sondern den Taschengeldkiller mit dem Namen Hartz-IV-Gesetz aus der Welt zu schaffen. Auch wollten die Kinder wissen, ob diese Demonstration eher eine rechte oder eine linke ist. Der Versuch, die Demo als links zu kennzeichnen, verletzte die Überparteilichkeit. Sie als nach rechts offen darzustellen, verletzte den antifaschistischen Grundsatz der Demo, so dass man den Kindern gegenüber nicht einheitlich herüberkam. Als die Aktivisten noch unter sich waren, ging es natürlich auch wieder um die dem Maximalprofit untergeordnete Qualität der Lebensmittelproduktion. Man kam zu dem Schluss: "Marx hatte recht! Für 300% Profit scheut das Kapital kein Verbrechen mehr." In diesem Zusammenhang ist auch die vom rechtsstaatlichen System hintertriebene Amalgam-Klage des Demoanmelders zu sehen. Und: Die Flugblätter zu der Bundesdemo am 13.10. sind noch nicht da, so dass sich das Verteilen weiter nach hinten verschiebt...
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