01.10. Wismar

Wismar

Wismar(Korrespondenz):

Arbeitslosen- und Tagelöhnerkinder wollen mehr
Taschengeld

Wie am Montag zuvor, so fanden sich auch heute wieder die beiden
Aktivisten unter ihrem Transparent "Montagsdemo Wismar gegen Sozialabbau
- weg mit Hartz IV!" ein. Allerdings gesellte sich gegen Ende der Demo
ein halbes Dutzend Kinder zu den Aktivisten und gab Anlass zur
Diskussion. Sie hätten gern mehr Taschengeld in den Händen, gestanden
sie offen ein. Entsprechend wurden sie aufgefordert, sich eigene
Transparente anzufertigen und mitzumachen bei den kommenden
Demonstrationen, weil "Weg mit Hartz IV!" auf dem Transparent nicht
dafür steht, die armen Eltern um ihr letztes Geld zu bringen, sondern
den Taschengeldkiller mit dem Namen Hartz-IV-Gesetz aus der Welt zu
schaffen. Auch wollten die Kinder wissen, ob diese Demonstration eher
eine rechte oder eine linke ist. Der Versuch, die Demo als links zu
kennzeichnen, verletzte die Überparteilichkeit. Sie als nach rechts
offen darzustellen, verletzte den antifaschistischen Grundsatz der Demo,
so dass man den Kindern gegenüber nicht einheitlich herüberkam. Als die
Aktivisten noch unter sich waren, ging es natürlich auch wieder um die
dem Maximalprofit untergeordnete Qualität der Lebensmittelproduktion.
Man kam zu dem Schluss: "Marx hatte recht! Für 300% Profit scheut das
Kapital kein Verbrechen mehr."
In diesem Zusammenhang ist auch die vom rechtsstaatlichen System
hintertriebene Amalgam-Klage des Demoanmelders zu sehen.
Und: Die Flugblätter zu der Bundesdemo am 13.10. sind noch nicht da, so
dass sich das Verteilen weiter nach hinten verschiebt...


17.09. Stuttgart
24.09. Witten